Das Haus am Marktplatz 12.

Hier wurde schon gebacken, bevor wir Pfannkuchen draus gemacht haben.
Mitten auf dem Bedburger Marktplatz steht ein Haus, das schon ziemlich viel gesehen hat.
Generationen von Bedburgern kennen diese Adresse. Früher wegen Brot, Brötchen und Kuchen. Heute wegen Pfannkuchen, Kaffee, Wein und einem ziemlich langen Bart hinterm Tresen.
Willkommen im Bedburger Pfannkuchenhaus.
Ein Stück Bedburg.
Früher holte man hier sein Brot.
Bereits in den 1950er-Jahren war der Marktplatz 12 die Heimat der Bäckerei und Konditorei C. Linden. Für viele Bedburger gehörte Linden am Markt einfach dazu.
Hier wurde morgens eingekauft, auf dem Weg noch jemand getroffen und aus einem kurzen „Hallo“ gerne mal ein längeres Gespräch.
Das Haus war Teil des Alltags in Bedburg. So sehr, dass die Bäckerei sogar ihren Platz in den historischen Liederheften der Bedburger Narrenzunft gefunden hat.
Irgendwann schloss die Bäckerei ihre Türen.
Das Haus blieb. Und mit ihm ziemlich viel Geschichte.

Marktplatz 12 · Bedburg
Zum Glück hat nicht jeder alles rausgerissen.
Ein altes Haus darf auch wie eins aussehen.
Die historische Substanz des Gebäudes wurde aufwendig und mit viel Liebe erhalten. Dafür sorgte der Bedburger Unternehmer Rolf Dieffendahl, der das Haus sanieren und seine markante Fassade am Marktplatz bewahren ließ.
Und genau das merkt man heute noch.
Alte Balken ziehen sich durch die Räume. Backstein trifft auf Holz. Dazwischen stehen Samt, Blumen, altes Porzellan und Dinge, die aussehen, als hätten sie schon ein paar gute Geschichten gehört.
Wir wollten aus diesem Haus keinen glattpolierten Gastraum machen.
Wir wollten, dass es sich weiterhin nach Marktplatz 12 anfühlt.
Und dann kamen die Pfannkuchen.
Irgendwie passt das ganz gut.
Dass ausgerechnet in einer ehemaligen Bäckerei wieder Teig angerührt und gebacken wird, war nicht der große ausgeklügelte Plan hinter allem.
Aber wir mögen den Gedanken.
Wo früher Brot und Kuchen über die Theke gingen, kommen heute süße und herzhafte Pfannkuchen aus der Küche. Dazu Blechkuchen, Windbeutel, Kaffee und am Abend auch mal eine Flasche Wein für den Tisch.
Andere Zeit. Andere Küche.
Aber ein Haus, in dem immer noch ziemlich gerne gegessen wird.


Und wer füllt das Haus heute mit Leben?
Das ist Patrick.
Man erkennt ihn meistens schon am Bart, bevor man überhaupt weiß, dass er der Mann hinter dem Bedburger Pfannkuchenhaus ist.
Patrick wollte keinen Laden eröffnen, bei dem man die Tür aufmacht und das Gefühl hat, genauso gut in jeder anderen Stadt stehen zu können.
Deshalb steckt hier ziemlich viel von dem drin, was er selbst mag: gutes Essen, alte Dinge, besondere Details, ein bisschen Humor und Räume, in denen nicht alles perfekt zusammenpassen muss, damit es am Ende genau richtig aussieht.
Und natürlich Pfannkuchen.
Ziemlich viele Pfannkuchen.
Heute ist hier wieder was los.
Und genau so soll es sein.
Auf den Tischen stehen Pfannkuchen, Blechkuchen und Windbeutel. Kaffee wird eingeschenkt, Wein auch. Am Nebentisch wird noch eine Runde bestellt und irgendwo überlegt gerade jemand, ob nach herzhaft nicht doch noch süß geht.
Familien kommen mit den Kindern. Freunde schieben zwei Tische zusammen. Bedburger treffen Bedburger. Andere entdecken uns, weil sie gerade über den Marktplatz laufen und wissen wollen, was hinter den Fenstern passiert.
Im Sommer geht das Ganze vor der Tür weiter, auf unserer Terrasse mitten auf dem Markt.
So wird aus einem historischen Gebäude wieder das, was es viele Jahre lang schon einmal war:
ein Haus, in das Menschen kommen, weil es dort etwas Gutes gibt – und in dem sie gerne ein bisschen bleiben.

Genug über das Haus geredet.
Ihr solltet es euch einfach ansehen.
Die Balken sind echt. Der Backstein auch. Das alte Porzellan steht schon bereit.
Und irgendwo zwischen Küche und Gastraum läuft Patrick wahrscheinlich gerade herum.
Den Rest zeigen wir euch lieber, wenn ihr da seid.
Bis gleich am Marktplatz 12.
Mi–So · 12–20 Uhr · Marktplatz 12 · 50181 Bedburg